Stiko-Chef stellt geänderte Empfehlung für Astrazeneca in Aussicht

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Impfkommission plant aktualisierte Empfehlung zu Astrazeneca-VakzinDie Ständige Impfkommission in Deutschland (Stiko) will ihre Empfehlung zum Impfstoff des Herstellers Astrazeneca überdenken. Es werde „sehr bald zu einer neuen, aktualisierten Empfehlung kommen“, sagte der Chef der Kommission, Thomas Mertens, am Freitagabend im ZDF-„heute journal“.Die Stiko hatte – anders als die EU-Arzneimittelbehörde EMA – den Impfstoff vorerst nur…

Stiko-Chef stellt geänderte Empfehlung für Astrazeneca in Aussicht
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Impfkommission plant aktualisierte Empfehlung zu Astrazeneca-Vakzin

Die Ständige Impfkommission in Deutschland (Stiko) will ihre Empfehlung zum
Impfstoff des Herstellers Astrazeneca überdenken. Es werde „sehr bald zu einer
neuen, aktualisierten Empfehlung kommen“,
sagte der Chef der Kommission, Thomas
Mertens, am Freitagabend im ZDF-„heute journal“.

Die Stiko hatte – anders
als die EU-Arzneimittelbehörde EMA – den Impfstoff vorerst nur für Menschen
zwischen 18 und 64 Jahren empfohlen, weil Daten zur Wirkung bei Älteren fehlen.
Das Vakzin trifft bei vielen Menschen auf Vorbehalte. „Das Ganze ist irgendwie
schlecht gelaufen“, räumte Mertens ein.
Er rechtfertigte aber die
Stiko-Entscheidung mit einer dünnen Datenlage. „Wir hatten die Daten, die wir
hatten und haben auf der Basis dieser Daten die Empfehlung gegeben. Aber wir
haben nie den Impfstoff kritisiert. Wir haben nur kritisiert, dass die Datenlage
für die Altersgruppe über 65 nicht gut oder nicht ausreichend war.“
Ansonsten
sei der Impfstoff „sehr gut“ und er werde „jetzt durch hinzukommende neue Daten
noch besser in der Einschätzung“, betonte Mertens. (dpa)

Berater von US-Behörde für Zulassung von Johnson & Johnson-Impfstoff

Ein Berater-Komitee der US-Arzneimittelbehörde FDA hat sich für eine
Notfallzulassung des Corona-Impfstoffs des US-Konzerns
Johnson & Johnson ausgesprochen. Bei der live übertragenen Video-Schalte des
Treffens am Freitag stimmten die Fachleute des Gremiums einstimmig für die
Zulassung. Eine endgültige Entscheidung über die Notfallzulassung obliegt nun
der FDA, die aber meistens den Empfehlungen der Experten folgt.

Es wäre –
nach den Impfstoffen vom Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech und seinem
US-Partner Pfizer und vom US-Pharma-Unternehmen Moderna – der dritte in den
USA bedingt zugelassene Corona-Impfstoff – und der
erste, der nur einmal gespritzt werden muss.
Bereits Mitte der Woche hatte die
FDA dem Impfstoff von Johnson & Johnson ein erstes gutes Zeugnis
ausgestellt.

Mitte Februar hatte Johnson & Johnson auch einen Antrag
auf Notfallzulassung bei der EU-Arzneimittelbehörde EMA gestellt.
Die EMA
erklärte, man werde das Vakzin der Johnson & Johnson-Tochter Janssen-Cilag
International N.V. in einem beschleunigten Verfahren prüfen. Der zuständige
Ausschuss könnte seine Bewertung Mitte März abgeben. (dpa)

Ein Berater-Komitee der US-Arzneimittelbehörde FDA hat sich für eine Notfallzulassung des Corona-Impfstoffs des US-Konzerns Johnson & Johnson ausgesprochen.

Ein Berater-Komitee der US-Arzneimittelbehörde FDA hat sich für eine Notfallzulassung des Corona-Impfstoffs des US-Konzerns Johnson & Johnson ausgesprochen.
 
Bild:
Mark Ralston/AFP

Tschechische Regierung verschärft Corona-Einschränkungen

Tschechien verschärft die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Die Regierung verabschiedet dazu eine
Reihe von weiteren Einschränkungen,
wie die Schließung von Vorschulen. Erst- und
Zweitklässler müssen zudem wie alle anderen Schüler auf Online-Unterricht
umschwenken. Auch darf der eigene Wohnbezirk nicht mehr verlassen werden, außer
für notwendige Reisen.
Auch die Liste der Geschäfte, die geschlossen bleiben
müssen, wird ausgeweitet. Die Maßnahmen gelten ab Montag für drei Wochen. (Reuters)

WHO vermisst Kooperation bei Impfstoff-Produktion

Um die Produktion von Impfstoffen gegen das Coronavirus deutlich anzukurbeln, müssen aus Sicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) endlich bestimmte Hürden fallen. Es gehe um Technologie-Transfer, freiwillige Lizenzen oder den befristeten Verzicht auf geistiges Eigentum, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf. In einer Jahrhundertkrise wie dieser, sei der Moment für solche Schritte gekommen. Eine Ausweitung der Produktionskapazitäten wäre ein wichtiger Schritt, um Impfstoffe auch in den ärmeren Ländern schnell verteilen zu können. Davon würden alle Staaten profitieren, so Tedros.

Wir stellen mangelnde Zusammenarbeit und sogar erheblichen Widerstand fest.

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus

Jüngst hatten sich Indien und Südafrika bei der Welthandelsorganisation (WTO) dafür eingesetzt, die Patente von Pharmafirmen auf Corona-Impfstoffe vorübergehend aufzuheben. Die Gespräche bei der WTO verliefen ergebnislos. Die reichen Länder argumentierten, dass es nicht genügend Produktionsfirmen gebe. Die Pharmaindustrie will verhindern, dass der Patentschutz angetastet wird. Investitionen in Medikamentenforschung lohnten sich nur, wenn die Firmen bei Erfolg damit auch Geld verdienen können, heißt es. (dpa)

Öffnungsperspektiven durch Corona-Tests

Corona-Schnelltests und Selbsttests spielen Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) zufolge bei der Bekämpfung der Pandemie und dem weiteren Vorgehen eine wichtige Rolle. Der Aufbau von Kapazitäten und die Durchführung von Tests sei in der nächsten Zeit das „zentrale Instrument“, sagte er am Freitagabend beim digitalen Jahresempfang der Mittelstands- und Wirtschaftsunion Wiesbaden. „Wir werden in Zukunft alle wesentlich häufiger getestet werden.“ Wenn man auf diese Weise schaffe, die Infektionszahlen gut zu stabilisieren, „dann haben wir eine Menge Öffnungsperspektiven“.


Angesichts der als ansteckender geltenden Virusmutationen müsse man auf dem Weg aus dem Lockdown sehr vorsichtig vorgehen, damit die Zahlen nicht wieder nach oben schnellen, betonte Braun. Es gehe darum, in „kleinen, vorsichtigen Schritten“ etwas zu ermöglichen. Das Schlimmste wäre: „Wir machen auf, stellen fest, es klappt nicht und dann sind die Zahlen wieder hoch und machen wieder relativ streng zu.“ (dpa)

Bild:
Michael Kappeler/dpa

Ecuadors Gesundheitsminister tritt nach Impf-Skandal zurück

Vor dem Hintergrund eines Impf-Skandals in Ecuador ist der Gesundheitsminister des südamerikanischen Landes zurückgetreten. Juan Carlos Zevallos zog am Freitag die Konsequenzen, nachdem er eingeräumt hatte, dass seine 87-jährige Mutter und “mehrere” weitere Menschen in seinem Umfeld Corona-Impfstoffdosen erhalten hatten, die eigentlich für Mitarbeiter im Gesundheitswesen reserviert waren.


Zevallos hatte das Gesundheitsministerium für elf Monate inne. Wegen der Impfstoff-Affäre wird nun gegen ihn ermittelt. Seine Entscheidung zum Rücktritt sei “angesichts der aktuellen politischen Situation” gefallen, außerdem wolle er eine reibungslose Fortsetzung der Impfkampagne ermöglichen, hieß es in seiner Rücktrittserklärung. (AFP)

US-Seuchenbehörde meldet 70,5 Millionen Impfungen

Die US-Seuchenbehörde CDC hat nach eigenen Angaben bislang 70,5 Millionen Impfdosen verabreicht. Insgesamt seien 94,3 Millionen Dosen ausgeliefert worden. (Reuters)

Schlange vor einem Impfzentrum in New York.

Schlange vor einem Impfzentrum in New York.
 
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Seth Wenig/AP/dpa

Britische Corona-Variante in Belgien inzwischen dominant

In Belgien ist die hochansteckende Corona-Mutante aus Großbritannien inzwischen der dominante Coronavirus-Stamm. In der vergangenen Woche seien 53 Prozent aller Corona-Infektionen auf die Virus-Variante B.1.1.7 zurückzuführen gewesen, sagte der Virologe Steven Van Gucht am Freitag vor Journalisten in Brüssel. Eine Woche zuvor habe der Anteil der Ansteckungen mit dieser Mutante noch bei 38 Prozent gelegen.

Ministerpräsident Alexander De Croo sprach auf einer anderen Pressekonferenz von einer “sehr heiklen” Situation. Er verwies dabei auch auf einen besorgniserregenden Anstieg bei den Krankenhausaufenthalten in der vergangenen Woche. (dpa)

Vergleich der Sieben-Tage-Inzidenzen in Belgien und Deutschland.

Vergleich der Sieben-Tage-Inzidenzen in Belgien und Deutschland.
 
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Risklayer, CEDIM (KIT), Tagesspiegel, RKI, Johns Hopkins CSSE

Resolution zu gerechter Impfstoff-Verteilung

Der UN-Sicherheitsrat hat einstimmig eine Resolution zur gerechten Verteilung von Corona-Impfstoffen weltweit verabschiedet. Alle 15 Ratsmitglieder unterstützten die von Großbritannien eingebrachte Resolution, die vor allem den Zugang zu Corona-Vakzinen in konfliktgeplagten und ärmeren Ländern verbessern soll, wie es am Freitag aus Diplomatenkreisen hieß.

In dem von der Nachrichtenagentur AFP eingesehenen Resolutionstext werden reichere Staaten dazu ermutigt, Corona-Impfstoffdosen an Gesellschaften mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu spenden. Ausdrücklich werden UN-Mitgliedstaaten dazu aufgerufen, auf das Horten von Impfstoffen zu verzichten.

Über den genauen Resolutionstext hatten Diplomaten eine Woche lang gerungen. Hintergrund waren Einwände der ständigen Ratsmitglieder Russland und China gegen den von Großbritannien eingebrachten ursprünglichen Entwurf. Die Beziehungen zwischen den drei Staaten sind derzeit angespannt. (AFP)

Impfstoff-Lieferung an die Elfenbeinküste.

Impfstoff-Lieferung an die Elfenbeinküste.
 
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Diomande Ble Blonde/AP/dpa

Tschechien weiter im Ausnahmezustand

Die tschechische Regierung hat für weitere 30 Tage einen Ausnahmezustand ausgerufen. Dieser soll ab Sonntag gelten und den aktuellen Ausnahmezustand ablösen. Durch die Regelung erhält die Regierung Sonderbefugnisse, mit denen sie Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie durchsetzen kann. Sie plant eine Schließung aller Schulen sowie weiterer Geschäfte und will nur noch unbedingt notwendige Reisen im Land erlauben. Tschechien hat auf die Bevölkerungszahl bezogen eine der höchsten Infektionsraten weltweit. (Reuters)

Vergleich der Sieben-Tage-Inzidenzen in Tschechien und Deutschland.

Vergleich der Sieben-Tage-Inzidenzen in Tschechien und Deutschland.
 
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Risklayer, CEDIM (KIT), Tagesspiegel, RKI, Johns Hopkins CSSE

FDP-Abgeordneter in NRW tritt nach Impfung zurück

Nach Ärger um umstrittene Corona-Impfungen tritt der nordhein-westfälische FDP-Landtagsagabgeordnete Ralph Bombis von seinen politischen Ämtern zurück. Das hat er dem Vorstand des FDP-Kreisverbands Rhein-Erft nach dpa-Informationen am Donnerstagabend mitgeteilt. Vor gut einer Woche war bekannt geworden, dass der 49-jährige Bombis und seine Frau bereits gegen das Coronavirus geimpft worden waren. Bombis leitet drei Senioren- und Pflegeheime. Am Donnerstag habe er nun erfahren, dass Impfreste aus seinen Einrichtungen auch an Personen aus seinem engen persönlichen Umfeld verimpft worden seien, schrieb Bombis an den Vorstand.


Er lege mit sofortiger Wirkung seine Ämter als Kreisvorsitzender, als Mitglied des FDP-Landesvorstands sowie als Bezirksvorstand der FDP Köln nieder. Bei der nächsten Landtagswahl werde er nicht mehr kandidieren. (dpa)

Ich bitte noch einmal bei allen, die ich durch mein Verhalten verletzt habe, um Entschuldigung. Es tut mir aufrichtig leid.

Landtagsagabgeordneter Ralph Bombis

Weniger Corona-Tote in Altenheimen

Die Schutzimpfungen führen laut Medieninformationen zu einer deutlich sinkenden Zahl von Covid-19-Toten in deutschen Pflegeheimen. Eine Umfrage unter großen Betreibern habe ergeben, dass die Zahl der Infizierten, Erkrankten und Gestorbenen seit Beginn der Immunisierungskampagne deutlich zurückgehe, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Samstagsausgabe). So zählten die 28 Johanniter-Seniorenheime in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz unter ihren 2.400 Bewohnern kaum noch Corona-Tote. Auch hätten dort die Krankenhauseinweisungen wegen schwerer Covid-Erkrankungen aufgehört.

Der Caritas-Verband, der 128.000 Betten in 1.800 stationären Einrichtungen unterhält, teilte der Zeitung mit, nach Verabreichung der Zweitimpfungen seien die Infektionszahlen in den Häusern um 35 bis 65 Prozent zurückgegangen. „Die Impfung hält ihr Versprechen“, sagte Caritas-Präsident Peter Neher. In den Einrichtungen mit bereits vollständiger Impfung gingen die Infektionszahlen und der auf Corona zurückzuführenden Todesfälle „klar nach unten“. (KNA)

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Sebastian Gollnow/dpa

Regensburgs Trainer Selimbegovic positiv getestet

Der SSV Jahn Regensburg muss am heutigen Freitagabend (18.30 Uhr) im Heimspiel gegen den SC Paderborn kurzfristig auf Trainer Mersad Selimbegovic verzichten. Wie der Fußball-Zweitligist aus der Oberpfalz kurz vor dem Spiel mitteilte, wurde Selimbegovic „bei der turnusmäßigen PCR-Regeltestung positiv auf das Coronavirus getestet“. Der 38-Jährige sei symptomlos und befinde sich bereits in häuslicher Isolation.

Die Partie ist dem Jahn zufolge nach Absprache mit der zuständigen Gesundheitsbehörde und der Deutschen Fußball Liga nicht gefährdet. „Alle weiteren Mitglieder von Trainer- und Betreuerstab sowie alle Spieler des Mannschaftskaders sind negativ getestet worden“, hieß es bei den Regensburgern. Nur Selimbegovic habe sich isolieren müssen. (dpa)

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dpa-Bildfunk

Travemünde am Wochenende wieder offen für Touristen

Das ursprünglich bis Sonntag geltende Betretungsverbot für Travemünde ist bereits am Freitag aufgehoben worden. Damit dürfen auch Auswärtige das Ostseebad ab Sonnabend wieder besuchen. Das Sozialministerium des Landes habe die Aufrechterhaltung des Verbotes als unverhältnismäßig eingestuft, teilte die Stadt Lübeck am Freitag mit. Touristische Übernachtungen sind allerdings derzeit noch verboten.


Lübeck hatte nach den Erfahrungen der vergangenen Wochenenden eigentlich bis einschließlich Sonntag an dem Mitte Dezember verhängten Verbot festhalten wollen. Nun werde erwartet, dass die Zahl der Gäste und damit das Infektionsrisiko noch einmal deutlich zunehmen werde. Hinzu kämen Verdrängungseffekte aus dem Tourismusverbot in Mecklenburg-Vorpommern. (dpa)

Bild:
Markus Scholz/dpa

RKI verschärft Empfehlung zu neuen Corona-Varianten

Angesichts der Ausbreitung ansteckenderer Varianten des Coronavirus in Deutschland verschärft das Robert Koch-Institut (RKI) eine Empfehlung für Ärzte. Bei einer Infektion mit einer der Varianten oder dem Verdacht darauf sollten Patienten – unabhängig von der Schwere, dem Alter oder einem Krankenhausaufenthalt – vorsorglich 14 Tage isoliert werden, heißt es in einer am Freitag aktualisierten Empfehlung des Bundesinstituts. Vor dem Verlassen der Isolierung sollte außerdem ein Antigentest oder ein PCR-Test gemacht werden.


Hintergrund sei eine noch unzureichende Datenlage zur Ausscheidung von Erregern. Zuvor enthielt die Empfehlung zu besorgniserregenden Virus-Varianten keine Angabe zur Dauer einer Isolierung, wie das RKI auf Anfrage erläuterte. (dpa)

Malta wird Hochrisikogebiet

Wegen besonders hoher Corona-Infektionszahlen hat die Bundesregierung das beliebte Urlaubsland Malta ab Sonntag als Hochrisikogebiet eingestuft. Das bedeutet, dass dann schon bei der Einreise nach Deutschland ein negativer Corona-Test vorgezeigt werden muss. Die Pflicht zu einer zehntägigen Quarantäne, von der man sich erst nach fünf Tagen durch einen weiteren Test befreien kann, bleibt unverändert bestehen.

Das Robert Koch-Institut gab diese und einige weitere Änderungen der Corona-Risikoliste am Freitag im Internet bekannt. Als „Hochinzidenzgebiete“ gelten die Länder, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen (Inzidenz) über 200 lag. Malta wird am Sonntag als 29. Land in diese Kategorie aufgenommen. (dpa)

Vergleich der Sieben-Tage-Inzidenz in Malta und Deutschland.

Vergleich der Sieben-Tage-Inzidenz in Malta und Deutschland.
 
Bild:
Risklayer, CEDIM (KIT), Tagesspiegel, RKI, Johns Hopkins CSSE

Biontech-Impfung reduziert asymptomatische Infektionen

Eine einzelne Dosis des Impfstoffs von Biontech/Pfizer kann einer britischen Untersuchung zufolge bereits nach zwölf Tagen die Zahl der asymptomatischen Coronavirus-Infektionen auf ein Viertel reduzieren. Das gibt Anlass zur Hoffnung, dass die Impfung nicht nur symptomatische Krankheitsverläufe verhindert, sondern auch dabei helfen kann, die Ausbreitung des Virus zu bremsen.


Bei der noch nicht in einem Fachmagazin veröffentlichten Untersuchung, an der unter anderem Wissenschaftler der Universität Cambridge beteiligt waren, wurden mehrere Tausend symptomfreie Mitarbeiter im britischen Gesundheitssystem zwischen dem 18. und 31. Januar auf das Virus getestet. Bei der Untersuchung ging es speziell um die Schutzwirkung bei nur einer Dosis. Eigentlich sind bei dem Biontech/Pfizer-Impfstoff zwei Dosen im Abstand von einigen Wochen vorgesehen. (dpa)

Bild:
REUTERS/Sarah Meyssonnier

Kurz und Putin erwägen gemeinsame Produktion von Sputnik V

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz und Russlands Staatschef Wladimir Putin wollen Möglichkeiten für eine gemeinsame Produktion des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V ausloten. In einem Telefonat der beiden Politiker sei es “im Detail” um die Pandemie-Bekämpfung, die mögliche Belieferung Österreichs mit Sputnik V sowie dessen gemeinsame Herstellung gegangen, teilte der Kreml am Freitag mit. Den Angaben zufolge war das Telefonat von der Regierung in Wien initiiert worden.

Österreich verfolgt innerhalb der EU einen Russland-freundlichen Kurs. 2018 hatte das Land seine Neutralität betont, nachdem mehrere EU-Staaten als Reaktion auf die Vergiftung des russisch-britischen Ex-Doppelagenten Sergej Skripal russische Diplomaten ausgewiesen hatten. 

Nach Angaben des an der Finanzierung von Sputnik V beteiligten russischen Staatsfonds ist der Impfstoff bereits in mehr als 35 Ländern zugelassen. Die Regierung in Moskau verhandelt derzeit mit mehreren Staaten über eine gemeinsame Produktion von Sputnik V. Bereits hergestellt wird das Mittel außer in Russland selbst auch in Brasilien, Indien, Kasachstan und Südkorea. (AFP)

Bild:
Helmut Fohringer/APA/dpa

Budapester Basilika schließt wegen Corona – Pfarrer gestorben

Die größte katolische Kirche in Budapest schließt wegen der Corona-Pandemie ihre Pforten. Am Freitag starb der Pfarrer der St.-Stephans-Basilika, Weihbischof György Snell (71), nach einer Corona-Infektion. Dies teilte der Primas der katholischen Kirche in Ungarn, Kardinal Peter Erdö, auf der Facebook-Seite des Erzbistum Esztergom-Budapest mit. Wie er weiter ausführte, infizierten sich auch die Kaplane der Basilika mit dem Coronavirus. Die weltlichen Bediensteten der Sakralstätte würden als Kontaktpersonen gelten und müssten deshalb in Quarantäne gehen. Aus diesem Grunde müsse die Kirche ihre liturgische Tätigkeit bis auf weiteres einstellen. (dpa)

Hamburger Polizei bereitet unverhältnismäßig wirkenden Corona-Einsatz nach

Ein Video über einen unverhältnismäßig wirkenden Corona-Polizeieinsatz im Hamburger Jenischpark hat im Internet hohe Wellen geschlagen. Die Hamburger Polizei will ihn jetzt intern aufarbeiten, wie sie ankündigte. „Das muss bewertet werden. Aber das machen wir nicht innerhalb von fünf Minuten“, sagte Polizeisprecher Holger Vehren am Freitag. Es sollen nun die eingesetzten Beamten befragt und geprüft werden, ob es weitere Videos mit einer anderen Perspektive gibt, um den Fall besser einschätzen zu können.

„Ja, das sieht schon gefährlich aus“, sagte Vehren dazu. Zudem sei erkennbar ein Schaden am Polizeifahrzeug entstanden. Sollte eine Gefährdungssituation nicht ausgeschlossen werden können, könnten dem Fahrer Konsequenzen drohen. Welche das sein könnten, konnte Vehren zunächst nicht sagen. Der Jenischpark gilt als Hotspot, in dem sich zuletzt häufig trinkende Jugendliche ohne Abstand und mit lauter Musik zusammengefunden und auch randaliert hatten. Deshalb wird dort regelmäßig kontrolliert.

Zu dem Einsatz am Montag war es den Angaben zufolge nach Anrufen von Anwohnern und Passanten gekommen. Der später Flüchtende habe dabei in Anwesenheit der Polizisten „ganz bewusst“ seine Bekannten umarmt und abgeklatscht. Deshalb sollte er kontrolliert werde. „Für uns ist es dann keine Option zu sagen: Wenn er wegläuft, dann machen wir nichts“, erklärte der Polizeisprecher. Die Flucht habe den Verdacht nahe gelegt, dass er etwas zu verbergen hat. Gegen den Jugendlichen sei mittlerweile ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet worden, weil er sich nicht an die Corona-Abstandsregeln gehalten habe. (dpa)

Gorilla und Löwen in Prager Zoo mit Corona infiziert

Im Zoo von Prag hat sich ein Menschenaffe mit dem Coronavirus infiziert. Das Gorillamännchen Richard zeige nur sehr milde Symptome, vor allem Appetitlosigkeit und Müdigkeit, teilte Zoodirektor Miroslav Bobek am Donnerstag mit. Richard war im November 1991 in Frankfurt am Main zur Welt gekommen und lebt seit 2003 in der tschechischen Hauptstadt. Ebenfalls positiv getestet wurden die Löwen Jamwan und Suchi. Die Proben sollen nun genauer untersucht werden, um festzustellen, um welche Virusvariante es sich handelt.

Bobek geht davon aus, dass sich die Erkrankung „trotz aller Vorsicht und der ergriffenen Schutzmaßnahmen“ vom Pflegepersonal auf die Tiere übertragen habe. Dies hätten auch die Erfahrungen in anderen Tiergärten gezeigt. Wegen der Pandemie ist der Prager Zoo seit Monaten für die Öffentlichkeit geschlossen. (dpa)

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