Experte prognostiziert Corona-Ausbreitung wie vor Weihnachten

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Lehrerverband schlägt freiwilliges Zusatzschuljahr vor Um Lerndefizite durch die Schulschließungen in der Corona-Krise auszugleichen, schlägt der Deutsche Lehrerverband ein freiwilliges Zusatzschuljahr vor. “Aber nicht komplett in allen Fächern, sondern in eigenen Lerngruppen, in denen der Stoff wiederholt wird, in dem es Defizite gibt”, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”. Zielgruppe seien Kinder, bei denen…

Experte prognostiziert Corona-Ausbreitung wie vor Weihnachten
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Lehrerverband schlägt freiwilliges Zusatzschuljahr vor 

Um Lerndefizite durch die Schulschließungen in der Corona-Krise auszugleichen,
schlägt der Deutsche Lehrerverband ein freiwilliges Zusatzschuljahr vor. “Aber
nicht komplett in allen Fächern, sondern in eigenen Lerngruppen, in denen der
Stoff wiederholt wird, in dem es Defizite gibt”, sagte Verbandspräsident
Heinz-Peter Meidinger der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”. Zielgruppe
seien Kinder, bei denen Ferienkurse und Nachhilfe nicht weiterhelfen.

Um
den Zusatzunterricht für die freiwilligen Wiederholer zu organisieren, schlug
Meidinger vor, Lehrkräfte aus dem Ruhestand zu reaktivieren. Außerdem sollten
Teilzeitkräfte ermutigt werden, ihre Stunden aufzustocken. Die Schülerinnen und
Schüler sollten zudem von ehrenamtliche Mentoren und Mentorinnen begleitet
werden. Ein detailliertes Konzept will der Lehrerverband dem Zeitungsbericht
zufolge in den kommenden Tagen vorlegen. (AFP)

Bild:
Sebastian Gollnow/dpa 

Steinmeier lobt Geduld der Kinder 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Geduld der Kinder in der
Corona-Pandemie gelobt. “Ich bin ganz, ganz tief beeindruckt, wie ihr das
macht”, sagte er am Sonntag in einem Auftritt in der “Sendung mit der Maus” der
ARD. “Ihr seid die meiste Zeit Zuhause bei den Eltern, kein Spielen, keine
Freunde treffen”, beschrieb das Staatsoberhaupt die Situation der Kleinsten in
der Pandemie.

“Aber ihr kriegt das hin und das finde ich ganz toll”,
fügte das Staatsoberhaupt hinzu. Allzu viel Hoffnung auf Besserung konnte er den
Kindern nicht machen: Selbst die “schlauesten Wissenschaftler” wüssten nicht,
wie lange die Pandemie noch dauern werde. “Sich ist nur: Es wird wieder
normaler, je mehr und schneller wir uns impfen lassen.

Auch Steinmeiers
Ehefrau Elke Büdenbender zeigte sich beeindruckt vom Umgang der Kinder mit der
Situation. Die Erwachsenen könnten sich gar nicht vorstellen, wie es den Kindern
gehe. “Ich bin echt stolz darauf, wie ihr das macht”, sagte sie in der
Sendung. (AFP)

Bild:
WDR
Bild:
Edmar Barros/AP/dpa

Brasilien hofft auf Impfstoff-Durchbruch 

Während sich das Coronavirus weiter rasant in Brasilien verbreitet, schöpft das Land neue Hoffnung auf einen Durchbruch bei den Impfungen. Am Samstag kam eine wichtige Lieferung mit Grundstoffen zur Herstellung von 12,2 Millionen Dosen des Astrazeneca-Vakzins in Rio de Janeiro an, wie brasilianische Medien berichteten. Der Arzneistoff-Import aus China soll den Beginn einer Erfolgsgeschichte markieren – so erhoffen es sich zumindest viele Brasilianer: Denn das bevölkerungsreichste Land Lateinamerikas setzt darauf, durch die eigene Herstellung von Impfstoffen unabhängiger zu werden von ausländischen Anbietern und deren Produktions- und Lieferengpässen. Die vorhandenen Möglichkeiten sollen endlich genutzt werden.

Mit der Forschungseinrichtung „Fundação Oswaldo Cruz“ (Fiocruz) in Rio de Janeiro verfügt Brasilien über eine Impffabrik, die als die größte Lateinamerikas gilt – doch bislang wurde dort mangels Arzneistoffen kaum Corona-Impfstoff produziert. Und das obwohl das Land besonders schwer von der Pandemie getroffen wurde.

Das soll sich nun ändern: Bis zur Jahresmitte will die Fiocruz gut 110 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca auf der Basis von importiertem Arzneistoff herstellen, in der zweiten Jahreshälfte dank Technologietransfers dann weitere 110 Millionen Dosen völlig eigenständig produzieren können. (dpa)

Rund 75.000 Neuinfektionen in den USA nachgewiesen 

In den USA ist die Zahl der Coronavirus-Infektionen binnen 24 Stunden um mindestens 74.970 auf 28,63 Millionen gestiegen. Das geht aus einer Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten hervor. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus erhöhte sich um mindestens 1647 auf 512.578. (Reuters)

Die Sieben-Tage-Inzidenzen in Deutschland und den USA.

Die Sieben-Tage-Inzidenzen in Deutschland und den USA.
 
Bild:
Risklayer, CEDIM (KIT), Tagesspiegel, RKI, Johns Hopkins CSSE

Proteste gegen Corona-Beschränkungen in Dänemark 

Am Rande von Protesten gegen die Corona-Beschränkungen in Dänemark sind in Kopenhagen acht Menschen festgenommen worden. Die Demonstration am Samstagabend verlief nach Polizeiangaben weitgehend friedlich, die acht Festnahmen seien wegen des Einsatzes von Feuerwerk und gewalttätigen Verhaltens erfolgt. Die dänische Regierung hatte am Mittwoch angekündigt, einige Corona-Maßnahmen ab Montag zu lockern, die meisten Beschränkungen wurden aber bis zum 5. April verlängert.

Zunächst nahmen rund 600 Menschen an einem Protestzug teil, am späten Abend wurden rund 1200 Menschen auf dem Platz vor dem Rathaus von Kopenhagen gezählt. “Freiheit für Dänemark, wir haben genug” war das Motto der Demonstration. Organisiert wurde sie von der radikalen Gruppe “Männer in Schwarz”, die seit Dezember bereits zu mehreren Kundgebungen aufgerufen hatte. (AFP)

Jemanden unwissentlich anzustecken, hätte ich zutiefst bedauert. Das ist, wohl
auch aufgrund der Vorsichtsmaßnahmen, nicht passiert.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zu seiner umstrittenen Teilnahme an einem Abendessen

Spahn verteidigt Dinner vor Corona-Befund

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat seine Teilnahme an einem Abendessen mit zahlreichen Teilnehmern kurz vor einem positiven Corona-Befund im Oktober gerechtfertigt. „Jemanden unwissentlich anzustecken, hätte ich zutiefst bedauert. Das ist, wohl auch aufgrund der Vorsichtsmaßnahmen, nicht passiert“, sagte Spahn der „Bild am Sonntag“.

Der „Spiegel“ hatte berichtet, Spahn habe am 20. Oktober an einem Abendessen mit etwa einem Dutzend Unternehmern in Leipzig teilgenommen. Am Morgen habe Spahn noch im ZDF darauf hingewiesen, dass es die Hauptansteckungspunkte beim Feiern und Geselligsein gebe, privat oder bei Veranstaltungen wie einer Party. Am 21. Oktober hatte das Gesundheitsministerium mitgeteilt, dass Spahn am Nachmittag positiv auf das Virus getestet worden sei.

Laut Kalendereintrag sei Spahn bei dem Essen von 20 Uhr bis rund 21.30 Uhr anwesend gewesen, teilte sein Bundestagsbüro am Samstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. „Die damals gültigen Regeln der sächsischen Corona-Schutz-Verordnung wurden nach Bestätigung des Gastgebers eingehalten“, betonte Spahns Büro. Alle Teilnehmer des Abendessens seien nach der Positivtestung dem zuständigen Gesundheitsamt als Kontaktpersonen gemeldet und parallel auch durch Spahn beziehungsweise den Gastgeber informiert worden. Alle hätten sich, so weit bekannt, direkt danach in Quarantäne begeben und seien nach Angaben des Gastgebers negativ getestet worden. (dpa)

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU)

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU)
 
Bild:
Imago/Florian Gärtner

USA können dritten Impfstoff einsetzen

Britische Royals werben für Corona-Impfung

Der britische Prinz William hat vor Falschnachrichten im Internet über angebliche Gefahren von Corona-Impfungen gewarnt. “Die sozialen Medien quellen über von Gerüchten und Falschinformationen”, sagte der Zweite in der britischen Thronfolge in einem am Samstag vom Kensington-Palast veröffentlichten Video. Darin sprechen William und seine Frau Kate per Videotelefonat mit zwei gesundheitlich beeinträchtigten Frauen, die bald beim Impfen an der Reihe sind.

In einem der Gespräche sagte die Diabetikerin Shivali, sie habe im Internet viel über die Corona-Impfungen gelesen, was sie “ein bisschen nervös” gemacht habe. William entgegnete, man müsse “aufpassen, wem wir glauben und wo wir unsere Informationen her bekommen”. Es sei “so wichtig, dass diese Impfungen vorgenommen werden”. Er versuchte, der Frau Mut zu machen: “Catherine und ich sind bestimmt keine Medizin-Experten, aber falls Ihnen das ein Trost ist – wir können die Impfungen von ganzem Herzen unterstützen.”

Erst am Donnerstag hatte Williams Großmutter Königin Elizabeth II. Werbung für die Corona-Impfung gemacht. Ihre Impfung habe “überhaupt nicht wehgetan”, sagte die 94-jährige Monarchin. Sie forderte diejenigen auf, die vor der Immunisierung zurückschrecken, “an andere Menschen zu denken”. Die Queen wurde im Januar zusammen mit ihrem Ehemann Prinz Philip geimpft. (AFP)

RKI zählt mehr als 70.000 Corona-Tote

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 7890 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 157 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Sonntag hervor. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.17 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 7676 Neuinfektionen und 145 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Sonntagmorgen bundesweit bei 63,8 – und damit so hoch wie am Vortag (63,8).

Die Zahl der neuen Ansteckungen in Deutschland war im Januar und Februar über Wochen deutlich zurückgegangen. Zuletzt stagnierte sie allerdings, was auch an der Verbreitung ansteckenderer Varianten liegen könnte.

Vor vier Wochen, am 31. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 90,2 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden – er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.442.336 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.248.400 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 70 045. (dpa)

Aktuelle Corona-Zahlen live in Karten und Grafiken

Biden drängt US-Senat zur raschen Verabschiedung des Corona-Hilfspakets

US-Präsident Joe Biden drängt den Senat zur raschen Verabschiedung des 1,9 Billionen Dollar schweren Corona-Hilfspakets. “Wir habe keine Zeit zu verlieren”, sagte Biden am Samstag. “Die Menschen in diesem Land haben schon viel zu lange viel zu sehr gelitten.” Wenige Stunden zuvor hatten Bidens Demokraten das Konjunkturpaket im Repräsentantenhaus dank ihrer Mehrheit in der Kongresskammer gebilligt. Allerdings muss auch der Senat noch zustimmen. Dort haben sowohl Demokraten als auch Republikaner je 50 Sitze. Ein Patt kann Vizepräsidentin Kamala Harris aber als Senatsvorsitzende mit ihrer entscheidenden Stimme auflösen. (Reuters)

Toter und Verletzter nach Brand auf Corona-Station in der Ukraine

Durch die Explosion einer Sauerstoffleitung auf einer Corona-Station in der Ukraine sind ein Patient getötet und ein weiterer verletzt worden. Die Explosion ereignete sich am Samstag in der ersten Etage der fünfstöckigen Klinik in Tscherniwzi im Südwesten des Landes, wie die Rettungskräfte mitteilten. Bei dem dadurch ausgelösten Brand habe es ein Todesopfer und einen Verletzten gegeben.

20 Menschen konnten den Angaben zufolge noch rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Auf Bildern des Unglücksorts waren verkohlte Betten und Stühle zu sehen. Der Bürgermeister von Tscherniwzi, Roman Klitschuk, erklärte, der bei dem Unglück Verletzte sei mit schweren Brandwunden auf die Intensivstation gebracht worden. Die Ärzte täten, “was sie können”, um ihn zu retten.

Anfang Februar hatte sich ein ähnliches Unglück auf der Intensivstation eines Krankenhauses im südwestukrainischen Saporschschia ereignet. Bei dem Brand starben eine junge Ärztin und drei Patienten. Im Januar waren bei einem Brand in einem Altenheim ohne Betriebsgenehmigung in Charkiw 16 Menschen ums Leben gekommen. Wegen mangelhafter Sicherheitsvorkehrungen und veralteter Infrastruktur ereignen sich in der Ukraine häufig tödliche Brände. (AFP)

Bischöfe gedenken der Corona-Toten

Georg Bätzing, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz

Georg Bätzing, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
 
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Zahlreiche Bischöfe in Deutschland haben am Samstag in Gedenkgottesdiensten an die Opfer der Corona-Pandemie gedacht. In Limburg erinnerte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, an die Schicksale der Verstorbenen. „Hinter diesen kaum begreiflichen Zahlen der Toten stehen einzelne Schicksale“, sagte Bätzing laut Mitteilung.

Auch der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf feierte einen Gottesdienst im Mainzer Dom. Viele Menschen hätten in den letzten Monaten Trauer und Einsamkeit erfahren, sagte Kohlgraf am Samstag in seiner Predigt laut Redemanuskript. Aber es habe auch viel Rücksichtnahme und Solidarität gegeben. Man solle in diesen Zeiten das Danken nicht vergessen, zum Beispiel für die wissenschaftlichen Gaben des Menschen und die schnelle Entwicklung eines Impfstoffes, sagte Kohlgraf.

Die Gottesdienste sind Teil einer Aktion des römisch-katholischen Rats der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE), der dazu aufgerufen hatte, an jedem Tag der Fastenzeit in einem europäischen Land an die Opfer der Corona-Pandemie zu erinnern. Nachdem am 17. Februar in Albanien begonnen wurde, folgte nun Deutschland der Initiative. (dpa)

Grenze von zwei Millionen Euro bei Überbrückungshilfe gefallen

Seit Samstag können Unternehmen auch November- und Dezemberhilfe über der bisherigen Grenze von zwei Millionen Euro beantragen. Die Möglichkeit sei freigeschaltet, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Unternehmen haben laut Ministerium nun die Wahl zwischen verschiedenen Beihilferahmen. Anträge für die erweiterte November- und Dezemberhilfe könnten bundesweit einheitlich über die Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de beantragt werden.

Zuständige Stellen der Länder kümmerten sich dann um die Auszahlung. Möglich sind Zuschüsse von bis zu 75 Prozent des Umsatzes aus dem Vorjahreszeitraum. Auch entgangene Gewinne könnten nun berücksichtigt werden – nicht nur Verluste. Die Bundesregierung habe sich dafür bei der EU-Kommission in Brüssel für neue Förderspielräume eingesetzt, so das Ministerium. Ausgezahlt seien bisher rund 7,2 Milliarden Euro November- und Dezemberhilfe.

Der Bund habe rund 93 Prozent an bisherigen Abschlagszahlungen geleistet. Die regulären Auszahlungen seien bei der Novemberhilfe Sache seit 12. Januar der Länder, bei der Dezemberhilfe seit 1. Februar. Den jüngsten Schritten vorangegangen waren Entscheidungen der EU-Kommission. Unter anderem wurden Höchstbeträge für Corona-Beihilfen heraufgesetzt. (dpa)

Gewaltsame Demonstrationen gegen Lockdown in Dublin

Hunderte Menschen haben am Samstag in der irischen Hauptstadt Dublin teils gewaltsam gegen die Lockdown-Maßnahmen in dem Land demonstriert. Zu Zusammenstößen mit der Polizei kam es nach Angaben der irischen Rundfunksenders RTÉ, als Demonstranten versuchten, zu einem zentral gelegenen Park durchzudringen. Mehrere Menschen wurden demnach festgenommen. 

In einem Video, das im Internet kursierte, war zu sehen, wie ein Mann Polizisten mit einer Art Feuerwerksraketen beschießt.  Daraufhin scheint die Lage zu eskalieren. Irlands Vizepremier Leo Varadkar zeigte sich bestürzt. „Gewalt gegen Polizisten oder sonst jemanden ist unentschuldbar“, schrieb er auf Twitter. Die irische Regierung hatte kürzlich angekündigt, die höchste Lockdown-Stufe in dem Land bis mindestens zum 5. April beizubehalten. (dpa)

Österreich und Dänemark für Zusammenarbeit mit Israel

Die deutschen Nachbarländer Österreich und Dänemark wollen mit Israel eine enge Zusammenarbeit bei der Erforschung und Produktion von Impfstoffen sowie Medikamenten vereinbaren. Dazu besuchen Österreichs Kanzler Sebastian Kurz und die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am kommenden Donnerstag den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu, sie am Samstag mitteilten.

„Unsere 1. Priorität ist es, die Produktion und Beschaffung von Impfstoffen für die Zukunft zu beschleunigen“, erklärte Kurz auf Twitter. Ziel müsse es sein, sich auch angesichts möglicher weiterer Mutationen auf die Phase nach dem Sommer vorzubereiten. Israel hat mit dem grünen Pass für Geimpfte inzwischen für die Betroffenen eine weitgehende Rückkehr zur Normalität ermöglicht. Kurz ist ein vehementer Fürsprecher eines solchen Projekts auch in der EU.

In Österreich, das vor drei Wochen alle Geschäfte und viele Dienstleistungsangebote wieder geöffnet hat, liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei rund 150. Dänemark hat im europäischen Vergleich derzeit eine der niedrigsten Neuinfektionszahlen aller EU-Länder. (dpa)

NRW-Innenminister veranstaltete noch bis Januar größere Beförderungsfeiern

NRW-Innenminister Herbert Reul

NRW-Innenminister Herbert Reul
 
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Trotz Corona-Pandemie hat es im nordrhein-westfälischen Innenministerium noch bis Januar 2021 Beförderungsfeiern als  Präsenzveranstaltungen gegeben – darunter zwei größere. Am 23. November seien zunächst 26 Personen befördert worden, nach einstündiger Pause und „gründlicher Lüftung“ dann weitere 18 Personen, sagte ein Sprecher des Innenministeriums auf dpa-Anfrage am Samstag. Zuvor hatte der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet.

Neben den Beförderten seien bei dieser größeren Feier – aus Infektionsschutzgründen auf die zwei separaten Veranstaltungen aufgeteilt – auch NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) und Staatssekretär Jürgen Mathies sowie einige wenige weitere Personen anwesend gewesen. Die Feiern hätten „unter besonders strikten Corona-Schutzvorkehrungen“ und im größten Saal des Ministeriums stattgefunden, betonte der Sprecher. Es habe „gesichert keine positiven Fälle, keinerlei Infektionsgeschehen“ gegeben.

Reul war Mitte Februar positiv auf das Coronavirus getestet worden – er hatte sich mit der besonders ansteckenden britischen Variante infiziert. Auch Mathies war Mitte Februar in Quarantäne gegangen. In einer E-Mail an seine Mitarbeiter hatte Reul zudem vor einigen Tagen von zehn weiteren Kollegen und Personenschützern berichtet, die noch akut infiziert seien. (dpa)

Italien verschärft Maßnahmen, doch lockert auf Sardinien

Italien will ab Montag die Corona-Beschränkungen in einigen Teilen des Landes verschärfen. Für die süditalienischen Regionen Basilikata und Molise gelten dann ein Lockdown, in der wirtschaftsstarken Lombardei sowie den Marchen und dem Piemont die mittel-strengen Regeln der Orangen Zone. Dazu unterzeichnete Gesundheitsminister Roberto Speranza eine Verordnung, wie sein Ministerium am Samstag in Rom mitteilte.

Dagegen könnte auf der Insel Sardinien etwas Normalität zurückkehren. Sie soll in die Weiße Zone fallen. Ursprünglich ist vorgesehen, dass dort alle Beschränkungen aus dem Corona-Dekret entfallen und stattdessen spezifische Regeln vereinbart werden. Dafür muss eine Region drei Wochen lang einen Inzidenzwert von unter 50 Fällen je 100 000 Einwohner erreichen. Über die Modalitäten wird mit der Regierung Sardiniens noch verhandelt. Es wäre das erste Mal, dass eine Region in diese Kategorie fällt.

Unterdessen warten die Menschen weiter auf das neue Corona-Dekret der Regierung unter Ex-EZB-Chef Mario Draghi, das ab dem 6. März für einen Monat gelten soll. Kulturminister Dario Franceschini hatte am Freitag eine mögliche Öffnung von Kinos und Theatern ab dem 27. März in Aussicht gestellt. Man habe den Experten des Gesundheitsministeriums dafür zusätzliche Sicherheitsregeln vorgestellt. Der Wille sei, so früh wie möglich wieder zu öffnen, weil die Kultur „der wahre Motor der Erholung“ sei. (dpa)

Brasilien: Schärfere Maßnahmen und Drohungen von Bolsonaro

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro
 
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In Brasilien wollen zwölf Bundesstaaten und der Hauptstadtdistrikt Brasília ihre Maßnahmen gegen eine rasante Ausbreitung des Coronavirus verschärfen. Das reicht von Einschränkungen bei nicht lebensnotwendigen Dienstleistungen über die Schließung von Schulen bis hin zu einer nächtlichen Ausgangssperre, wie das brasilianische Nachrichtenportal „G1“ berichtet.

Der linke Gouverneur Camilo Santana hatte am Freitag ein Treffen mit Präsident Jair Bolsonaro bei dessen Besuch in der nordöstlichen Region abgelehnt, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Präsident Bolsonaro hatte das Coronavirus von Anfang an verharmlost und Einschränkungen aus wirtschaftlichen Gründen abgelehnt. Auch jetzt warnte er Gouverneure, „die ihren Bundesstaat schließen“, dass sie für die Nothilfe des Staates selbst aufkommen müssten. Eine Impfung zieht er in Zweifel.

Zuletzt hatten verschiedene Bundesstaaten vor einem Zusammenbruch des Gesundheitssystems gewarnt. Brasilien ist eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder. Anti-Corona-Impfungen begannen erst im Januar. Bislang haben sich im größten Land Lateinamerikas fast 10,5 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert – nur in den USA und in Indien sind die Zahlen noch höher. (dpa)

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