+++ Corona-News +++: Italien verschärft Beschränkungen – Schüler in England kehren zurück in die Schulen

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Der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, spricht sich für eine schnelle Einbindung der Haus- und Fachärzte beim Impfen aus. „Wir sind 50.000 Hausärzte, dazu kommen Gynäkologen und Kinder- und Jugendärzte, die auch Eltern mitimpfen könnten”, sagte Weigeldt der „Wirtschaftswoche”. „Wenn jede Praxis im Schnitt zehn Patienten pro Tag schafft, dann schaffen wir sicher 2,5 Millionen…

+++ Corona-News +++: Italien verschärft Beschränkungen – Schüler in England kehren zurück in die Schulen
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Der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, spricht sich für eine schnelle Einbindung der Haus- und Fachärzte beim Impfen aus. „Wir sind 50.000 Hausärzte, dazu kommen Gynäkologen und Kinder- und Jugendärzte, die auch Eltern mitimpfen könnten”, sagte Weigeldt der „Wirtschaftswoche”. „Wenn jede Praxis im Schnitt zehn Patienten pro Tag schafft, dann schaffen wir sicher 2,5 Millionen Menschen pro Woche.”

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet 5011 Neuinfektionen. Das sind rund 280 Fälle mehr als am Montag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt im Vergleich zum Vortag auf 68,0 von 66,1. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 34 weitere Menschen starben dem RKI zufolge in Verbindung mit dem Virus. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 71.934. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,505 Millionen Infektionen in Deutschland bestätigt.

EU-Arbeitskommissar Nicolas Schmit hat sich gegen eine gesetzliche Pflicht zum Homeoffice ausgesprochen. „Jetzt zu sagen: „Jeder der kann, muss auch Homeoffice machen“ – da bin ich nicht besonders dafür“, sagte der Luxemburger der Deutschen Presse-Agentur. Er vertrete die Auffassung, dass es ein Gleichgewicht zwischen der Arbeit von zu Hause und aus dem Büro brauche. Die Umsetzung müsse auf Unternehmensebene zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ausgehandelt werden. „Absolutes Recht? Nein! Absolute Pflicht? Nein!“, sagte Schmit.

Prinzipiell stehe er dem Homeoffice positiv gegenüber, so der 67-Jährige. Wo Homeoffice möglich sei, müssten sich Firmen und Angestellte auf Regeln einigen. „Ich glaube, kluge Unternehmen werden die richtige Antwort geben“, sagte Schmit. Zudem sagte er, dass zwar viele Arbeitnehmer derzeit den Wunsch hätten, von zu Hause aus arbeiten zu können, dies aber nicht dauerhaft wollten.

Italien hat wegen steigender Corona-Zahlen in mehreren Regionen die Beschränkungen verschärft. Viele Schulen bleiben dort ab Montag wieder geschlossen, Restaurants in betroffenen Gebieten dürfen nicht mehr für Gäste öffnen. Die süditalienische Urlaubsregion Kampanien, zu der Neapel und die Amalfiküste gehören, ist nun als dritte Region in dem 60-Millionen-Einwohner-Land eine Rote Zone mit den schärfsten Corona-Sperren. Das hatte das Gesundheitsministerium in Rom am Freitag festgelegt.

Bisher sind schon die Basilikata im Süden und die kleine Adria-Region Molise solche Roten Zonen. In diese Gebieten müssen alle Schulen zu sein. Die Menschen sollen ihre Wohnungen möglichst selten verlassen.

Neuseeland stockt die Bestellung des Impfstoffes der Partner BioNTech und Pfizer um weitere 8,5 Millionen Einheiten auf.  „Dies bringt unsere gesamte Bestellung auf 10 Millionen Dosen oder genug für 5 Millionen Menschen, um beide Impfungen zu erhalten, die benötigt werden, um vollständig gegen Covid-19 geimpft zu sein,” teilte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern mit. Die Entscheidung für das Vakzin als Hauptimpfstoff des Landes sei gefallen, nachdem eine Studie eine 95-prozentige Wirksamkeit belegt habe. Neuseeland rechne in der zweiten Jahreshälfte mit den zusätzlichen Einheiten.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) sieht Chancen für Ferien in Schleswig-Holstein. „Wenn sich die Situation nicht dramatisch verändert, gehe ich davon aus, dass wir Hotels in Schleswig-Holstein über Ostern öffnen“, sagt Günther der Zeitung „Rheinische Post”.

Warum sollen die Menschen an Ostern nicht in Hotels und Ferienwohnungen sein können – unter der Voraussetzung eines aktuellen Negativ-Tests und einer Nachverfolgung über Apps.” Im Gegensatz zu den Herbstferien im vergangenen Jahr stünden nun ausreichend Schnelltests zur Verfügung.

Nach Monaten im Lockdown kehren an diesem Montag in England die Schüler in ihre Schulen zurück. Es ist der erste Schritt eines Lockerungsplanes der Regierung. Weiterführende Schulen können nach Bedarf stufenweise öffnen. So soll Zeit für mehrere freiwillige Corona-Tests sein. Die Regierung stellt zu Beginn Dutzende Millionen Schnelltests bereit. Danach kann jede Familie mit einem Schulkind pro Woche zwei Selbsttests je Haushaltsmitglied in Anspruch nehmen.

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil fordert von den bisherigen Unionsabgeordneten Nikolas Löbel (CDU) und Georg Nüßlein (CSU) neben dem Verzicht auf ihr Parlamentsmandat auch die Abgabe der Gewinne, die sie aus der Vermittlung von Masken-Deals gezogen haben

„Die müssen diese eine Million zurückbezahlen”, sagt Klingbeil im Politik-Talk der Zeitung „Bild”. Es gehe dabei um „persönliche Bereicherung”. Das Verhalten der beiden Abgeordneten schade dem Vertrauen in die Politik. “Deswegen es ist völlig richtig, dass beide jetzt sofort ihr Mandat niederlegen müssen.” Klingbeil ist sich sicher, dass es in den Reihen der SPD-Abgeordneten solche Fälle nicht gibt: „Das kann ich ausschließen für die SPD-Fraktion.”

Als Konsequenz aus der Corona-Pandemie schlägt Kanzleramtsminister Helge Braun die Schaffung einer zivilen Reserve zur Unterstützung staatlicher Behörden in Krisenlagen vor. „Wir brauchen geschulte Helfer aus der breiten Bevölkerung. Eine Art zivile Reserve – wie es auch eine militärische Reserve gibt”, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der „Funke Mediengruppe”. Die Bundesländer müssten aktuell Aufgaben in Größenordnungen bewältigen, die vorher nicht dagewesen seien. Als Beispiele nennt Braun die Bearbeitung von Asylanträgen und die Kontaktnachverfolgung in der Pandemie.

Nordmazedonien hat seine erste Lieferung des russischen Coronavirus-Impfstoffs Sputnik V bekommen. Die Ladung von 3.000 Dosen kam am Sonntag am wichtigsten Flughafen des Landes nahe der Hauptstadt Skopje an. Der Impfstoff sei für Personen über 65 gedacht, teilte Gesundheitsminister Venko Filipce mit. Die Impfungen würden voraussichtlich Mitte dieser Woche starten.

Insgesamt hat Nordmazedonien 200.000 Dosen des Impfstoffs bestellt. Das Land hat vor einigen Wochen damit begonnen, mit Dosen des Impfstoffs von Pfizer und Biontech zu impfen, die das Nachbarland Serbien gespendet hat. Die ersten Impfungen bekamen Ärzte und Krankenschwestern in einen Krankenhaus für ansteckende Krankheiten in Skopje.

Der Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johson & Johnson könnte noch im März für die Europäischen Union (EU) zugelassen werden. Am 11. März werde die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) das Vakzin für die Verwendung in der EU überprüfen, teilte EMA-Vorstandschefin Christa Wirthumer-Hoche in einer Talkshow des österreichischen Senders ORF mit. Für eine Genehmigung des russischen Impfstoffs Sputnik V lägen hingegen noch keine ausreichenden Daten vor. 

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, sieht in der Corona-Pandemie eine große Chance für die Gesellschaft, die Geschlechterrollen nachhaltig gerechter zu ordnen. „Die Pandemie hat uns nicht nur wesentliche Schwachstellen unserer Gesellschaft vor Augen geführt – sie hat uns auch gezwungen, die Dinge auf andere Art anzupacken. Und genau hier sehe ich die Chance für eine Wende zum Besseren“, schreibt die EZB-Chefin in einem Gastbeitrag für das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) und europäische Blätter zum Weltfrauentag am Montag.

Die Pandemie habe nicht nur verdeutlicht, wie ungleich die unbezahlte Arbeit zwischen Frauen und Männern verteilt sei, sondern auch gezeigt, „dass es in Partnerschaften auch anders gehen“ könne, schrieb Lagarde. „In manchen Familien übernahmen Väter den größten Teil der Betreuung, da sie von zu Hause arbeiten mussten oder in Kurzarbeit waren, während die Mütter systemrelevante Berufe außer Haus ausübten.“

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erwartet deutlich mehr Impfstoff ab nächstem Monat. „Ab April könnten sich die Mengen nach den Plänen der Hersteller nochmal verdoppeln, auch weil weitere Impfstoffe vor der Zulassung stehen“, sagte sie der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“. Sie rechne EU-weit „im zweiten Quartal im Schnitt mit rund 100 Millionen Dosen pro Monat, insgesamt 300 Millionen bis Ende Juni“. Den Zeitungen zufolge würde das für Deutschland etwa 20 Millionen Dosen im Monat bedeuten, wofür deutlich höhere Impfkapazitäten nötig wären.

Seit Beginn der Impfungen Ende Dezember wurden in Deutschland nach Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Freitag rund 7,3 Millionen Impfstoffdosen verabreicht. Von fast 5 Millionen geimpften Menschen hat knapp die Hälfte auch die Zweitimpfung erhalten.

Bund und Länder werden die Impfkapazitäten Bundesfinanzminister Olaf Scholz zufolge verstärken. „Es wird bis zu zehn Millionen Impfungen pro Woche geben”, sagte der Vizekanzler und SPD-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl im ZDF. 

Dies gelte ab Ende März und für die Monate April, Mai und Juni. „Und das das jetzt gut vorbereitet wird, dafür habe ich gesorgt.” Scholz fügt hinzu, dass er sich im Kabinett und beim jüngsten Bund-Länder-Gipfel für Verbesserungen im Kampf gegen die Virus-Pandemie eingesetzt habe. „Ich tue, was notwendig ist, damit wir gut durch diese Krise kommen.”

In den USA übersteigt die Zahl der mindestens einmal geimpften Personen die Marke von 90 Millionen. Das gibt das Seuchenzentrum CDC bekannt. Davon hätten knapp 58,9 Millionen bislang eine von zwei benötigten Impfungen erhalten und mehr als 30,7 Millionen beide. Ausgeliefert wurden inzwischen 116,4 Millionen Impfdosen. Erfasst sind die Impfstoffe von Pfizer/BioNTech und Moderna. In den USA leben etwa 328 Millionen Menschen.

Norwegens Ministerpräsidentin Erna Solberg schwört die Bevölkerung auf zusätzliche Beschränkungen ein. „Vor uns liegt ein neuer Hügel“, sagt sie in einer Fernsehansprache. Einzelheiten nennt sie nicht. Die Zahl der Neuinfektionen in Norwegen stieg zuletzt deutlich an.

Großbritannien reicht wie angekündigt die Zahl der neuen Todesfälle nach: Es seien 82. Am Samstag betrug die Zahl 158. Die Zahl der Neuinfektionen fiel auf 5177 nach 6040. Den aktuellen Angaben zufolge haben inzwischen 22,2 Millionen Briten mindestens eine Impfdosis erhalten. Das entspricht grob ein Drittel der Bevölkerung.

Der Touristikkonzern Tui hat die verantwortlichen Politiker aufgefordert, den Reiseanbietern klare Vorgaben für Urlaubsreisen unter Corona-Bedingungen zu machen. „Wer jetzt eine Reise bucht, möchte wissen, wann er wieder ins Flugzeug steigen oder an Bord eines Schiffes gehen kann“, sagte der Vorsitzende der Tui- Deutschland-Geschäftsführung, Marek Andryszak, dem Portal „T-Online“. „Mein Appell an die Politik lautet deshalb: Gehen Sie mit uns eine Partnerschaft ein, machen Sie Vorgaben fürs Verreisen. Und wir setzen das dann um.“

Nach Ansicht von Andryszak könnte es „eine klare Ansage geben, dass jeder Urlauber vor der Abreise einen negativen Test vorweisen muss, der nicht älter als 48 Stunden ist“. Die Reiseanbieter sollten diesen kontrollieren. „Wer keinen hat, fliegt nicht mit. Und genauso könnte man es bei der Rückreise halten.“

Mit steigenden Reisepreisen rechnet der Manager nicht – im Gegenteil: „Der Urlaub wird dieses Jahr sogar günstiger werden“, sagte Andryszak. Vergleiche man dieselben Reisezeiten und dieselben Reiselängen würden die Reisen eher billiger, weil viele Hotels nicht voll ausgelastet seien. Am Dienstag beginnt die Internationale Tourismus-Börse (ITB), sie findet wegen der Corona-Pandemie online bis zum 12. März statt.

Bild:
Reuters

In Großbritannien sind die ersten Freiwilligen im Zuge einer Studie mit Corona infiziert worden. Die sogenannten Human-Challenge-Analysen hätten am Samstag begonnen, bestätigte das britische Gesundheitsministerium der Deutschen Presse-Agentur. Nach früheren Angaben der britischen Regierung handelt es sich um die erste Studie weltweit, bei der Menschen gezielt mit Sars-CoV-2 infiziert werden.

„Das Human-Challenge-Programm wird die Entwicklung von Impfstoffen und Behandlungen gegen Covid-19 verbessern und beschleunigen“, sagte eine Sprecherin des Ministeriums. „Die erste Gruppe von Freiwilligen hat nun am Royal Free Hospital in London mit der Virus-Charakterisierungs-Studie begonnen.“ Die Probanden würden „in einer sicheren und kontrollierten Umgebung dem Virus ausgesetzt, rund um die Uhr überwacht von Medizinern und Wissenschaftlern“, hieß es.

Im Royal Free Hospital beginnt die Studie.

Im Royal Free Hospital beginnt die Studie.
 

Bild:
AP

Human Challenge Trials, bei denen gesunde Menschen einem Erreger ausgesetzt werden, kamen in der Vergangenheit zum Beispiel bei der Entwicklung von Grippe- oder Malaria-Impfstoffen zum Einsatz. Allerdings wurde den Probanden dabei – anders als nun bei der britischen Studie – zunächst ein potenzieller Wirkstoff verabreicht.

Bei dem britischen Projekt wurden junge, gesunde Menschen ausgewählt, die ein vergleichsweise geringes Risiko haben, schwer an Covid-19 zu erkranken. Sie sollen zunächst die geringste mögliche Dosis an Viren zugeführt bekommen, die für eine Infektion notwendig ist. Bis zu 90 Freiwillige könnten dabei gezielt infiziert werden. Mit der anfänglichen Charakterisierungs-Studie wollen die Forscher auch herausfinden, wie das Immunsystem auf das Virus reagiert und wie Infizierte Viruspartikel in die Umgebung abgeben.

Nach einem Todes- und einem Krankheitsfall hat Österreich Impfungen mit einer Charge des Astra-Zeneca-Impfstoffs vorsichtshalber gestoppt. Es gebe zwei Meldungen in zeitlichem Zusammenhang mit einer Impfung aus derselben Charge des Vakzins im Landesklinikum Zwettl im Bundesland Niederösterreich, teilte das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) am Sonntag mit. „Aktuell gibt es noch keinen Hinweis auf einen kausalen Zusammenhang mit der Impfung“, erklärte die Behörde. Der Stopp der Impfungen mit der Charge sei eine Vorsichtsmaßnahme.

Eine 49-jährige Frau sei an den Folgen schwerer Gerinnungsstörungen gestorben, eine 35-jährige Frau habe eine Lungenembolie erlitten und befinde sich auf dem Weg der Besserung, teilte das Amt mit. „Aufgrund der bekannten klinischen Daten ist ein kausaler Zusammenhang nicht herstellbar, da insbesondere thrombotische Ereignisse nicht zu den bekannten oder typischen Nebenwirkungen des betreffenden Impfstoffes zählen.“

Bei den beiden Frauen handelt es sich Medienberichten zufolge um Krankenschwestern der Klinik Zwettl. Astra-Zeneca erklärte laut der Nachrichtenagentur APA, mit den Behörden im Kontakt zu stehen und die Untersuchungen voll zu unterstützen.

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