Netflix verdient mehr als erwartet, enttäuscht aber bei der Kundenzahl – Netflix-Aktie bricht deutlich ein

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Mit Spannung warteten Anleger auf die Zahlen von Netflix zur Geschäftsentwicklung in den ersten drei Monaten 2021. Im ersten Geschäftsquartal hat das Streamingunternehmen 3,75 US-Dollar je Aktie verdient, nachdem im Vergleichszeitraum des Vorjahres noch ein EPS von 1,57 US-Dollar in den Büchern gestanden hatte. Das war mehr als von Analysten in Aussicht gestellt, Experten hatten…

Netflix verdient mehr als erwartet, enttäuscht aber bei der Kundenzahl – Netflix-Aktie bricht deutlich ein
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Mit Spannung warteten Anleger auf die Zahlen von Netflix zur Geschäftsentwicklung in den ersten drei Monaten 2021. Im ersten Geschäftsquartal hat das Streamingunternehmen 3,75 US-Dollar je Aktie verdient, nachdem im Vergleichszeitraum des Vorjahres noch ein EPS von 1,57 US-Dollar in den Büchern gestanden hatte. Das war mehr als von Analysten in Aussicht gestellt, Experten hatten den Gewinn je Aktie zuvor bei 2,97 US-Dollar erwartet.

Beim Umsatz ging es im Vorjahresvergleich ebenfalls nach oben: Die Erlöse kletterten von 5,77 Milliarden US-Dollar auf 7,16 Milliarden US-Dollar, nachdem Experten den Umsatz zuvor bei 7,14 Milliarden US-Dollar gesehen hatten.

Enttäuschend fiel das Abo-Wachstum aus: Hier ging es im Berichtszeitraum nur um 3,98 Millionen nach oben, erwartet worden waren sechs Millionen. Auch der Ausblick belastet: Das Unternehmen sieht beim Abo-Wachstum im zweiten Quartal nur ein Plus von einer Million, die Erwartungen hatten hier bei 4,44 Millionen neuen Abos gelegen.

Doch nach dem Boom zu Beginn der Corona-Krise, der Netflix im Vorjahr Rekordergebnisse beschert hatte, flaute der Kundenandrang stark ab. Aufgrund pandemiebedingter Produktionsprobleme mangelte es zuletzt an neuen Streaming-Hits. Zudem kämpft Netflix mit wachsender Konkurrenz, so macht etwa der Hollywood-Riese Walt Disney immer stärker Druck.

Disney+, der im November 2019 als Netflix-Jäger gestartete Streaming-Dienst des Micky-Maus-Konzerns, hatte im März bereits die Marke von 100 Millionen Bezahlabos geknackt. Zwar hat Netflix immer noch mehr als doppelt so viele Nutzer, doch Disney holt rasant auf und ist bislang auch noch in deutlich weniger Ländern vertreten.

Netflix ist sich des verschärften Konkurrenzkampfs durchaus bewusst und geht im Quartalsbericht ausführlich darauf ein. So heißt es etwa, der Vergleich von Abonnentenzahlen erzähle – aufgrund von Rabatten und anderen Werbeaktionen – nicht die ganze Geschichte. Ein kaum verhohlener Seitenhieb, da Disney stark auf Sonderangebote setzt.

Netflix hingegen hob im US-Heimatmarkt und anderen Regionen zuletzt die Preise an und prüfte ein strengeres Vorgehen gegen das Teilen von Passwörtern zur Mehrfachnutzung von Accounts. Das Wachstum dürfte das nicht gerade ankurbeln. Der Ausblick auf das laufende Quartal fiel mager aus – Netflix erwartet lediglich 3,2 Millionen neue Nutzer.

Ein großes Problem, das allerdings auch die Konkurrenz und weite Teile der ganzen Unterhaltungsbranche betrifft, ist die Lahmlegung von Film- und Serienproduktionen durch die Corona-Pandemie. Netflix warnte im Brief an die Aktionäre, dass erst in der zweiten Jahreshälfte wieder mit einer Flut an neuen Inhalten zu rechnen sei.

Anleger reagieren enttäuscht auf die Netflix-Zahlen, die Netflix-Aktie bricht an der NASDAQ zeitweise um 7,63 Prozent auf 507,61 US-Dollar ein.

Redaktion finanzen.net / dpa-AFX

Bildquellen: pixinoo / Shutterstock.com, dennizn / Shutterstock.com

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